Giersch

Giersch (Aegopodium podagraria)


Giersch gilt bei Gärtnern als ein lästiges „Unkraut“; er breitet sich wuchernd aus und lässt sich
wegen seiner unterirdischen Triebe nur schwer bekämpfen. Andererseits ist Giersch ein
wohlschmeckendes Wildgemüse.


Der Giersch wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 100
Zentimeter. Da der Giersch aus einem stark wuchernden Rhizom entspringt, können die Ausläufer
Kolonien bilden. Der kahle Stängel ist kennzeichnend kantig-gefurcht.


Ökologie:
Der Giersch ist ein Hemikryptophyt. Mit unterirdischen Ausläufern verbreiten sich einzelne
Pflanzen binnen weniger Jahre über große Flächen beispielsweise in Parks und Gärten. Vegetative
Vermehrung ist vorherrschend, sie erfolgt durch die weithin und tief kriechenden, weißen,
brüchigen, unterirdischen Ausläufer, die eine Mindestlänge von 20 cm und einen Durchmesser von
2 mm erreichen.Deshalb ist der Giersch ein gefürchtetes Wildkraut der Gärten und in diesem Fall
ein wirkliches „Unkraut“.
Die bodennahen Blätter überdauern in milden Wintern; der Giersch ist damit Teil Wintergrün.


Bekämpfung:
Giersch kann durch regelmäßige Entfernung der Blätter so lange geschwächt werden, bis er abstirbt.
Dies ist langwierig und dauert in der Regel viele Jahre. Selbst wenn zusätzlich die Wurzeln gehackt
werden, regeneriert sich die Pflanze meist schnell. Die vom Giersch betroffene Fläche kann
lichtdicht abgedeckt werden. Nach etwa 2 Jahren sind die unter der Abdeckung liegenden Pflanzen
abgestorben – nicht jedoch ruhende Samen. Eine Bepflanzung der betroffenen Fläche mit Kartoffeln
kann den Giersch unterdrücken, da ihm die schneller wachsenden Kartoffelpflanzen Licht und
Nährstoffe nehmen. Seit ca. 2009 sind auch spezielle Herbizide gegen Giersch für den Gebrauch im
Haus- und Kleingarten erhältlich. Herkömmliche, für Haus- und Kleingärten zugelassene Herbizide
sind gegen Giersch praktisch wirkungslos, da sie nicht das gesamte Wurzelwerk vernichten.


Traditionelle Heilpflanze:
Rheuma und Gicht


Ernährung:
Giersch kann als Salat oder Gemüse zubereitet werden und erinnert in Geruch und Geschmack an
Spinat und ein wenig an Petersilie. Er enthält viel Kalium, Vitamin C, Karotin und Eisen.


Fazit:

Kleingärtner sollten wenn sie giersch halten wollen in Kübeln oder Töpfen halten,
damit sich keine Wurzelausläufer zu Nachbar Gärten bilden.
Den Giersch sollte man nicht Blühen lassen(Samenflug).


Wurzelausläufer und Blütenstände kommen in die Restmülltonne und nicht auf den
Komposthaufen und nicht den BSR Laubsack.

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