Japanischer Staudenknöterich

Japanischer Staudenknöterich

Japanischer Staudenknöterich
(Fallopia japonica)

Systematik: Eudikotyledonen / Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Knöterichgewächse (Polygonaceae)

Gattung: Flügelknöteriche (Fallopia)
Art: Japanischer Staudenknöterich
Wissenschaftlicher Name: Fallopia japonica

Der Japanische Staudenknöterich ist eine
sehr schnellwüchsige (wuchernde),
sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze.
Als Überdauerungsorgane bildet er Rhizome,
durch die oft dichte, ausgedehnte Bestände
entstehen. Im Frühling treibt er aus seinen
Rhizomen („Wurzelstöcken“) neue Stängel, die
unter günstigen Bedingungen innerhalb weniger
Wochen eine Wuchshöhe von 3 bis 4 Metern
erreichen, wobei die Pflanze einen Zuwachs von
10 bis 30 cm pro Tag erreichen kann. Die meist aufrechten Stängel sind hohl.


Im Spätjahr zieht die Pflanze ein, wie der Gärtner-ausdruck für dies Phänomen lautet, und die Blätter
werden gelb oder beim ersten Frost sterben alle überirdischen Teile der Pflanze ab. Die sich weit
verzweigenden, verholzten Rhizome überleben allerdings den Winter problemlos. Sie reichen,
weitgehend horizontal kriechend, oft bis zu 2 m tief in den Boden.

Vorsicht – Japanischer Bambus / StaudenKnöterich wieder im Verkauf

In der Schweiz sind der Verkauf, die Vermehrung und die Anpflanzung von Japanischem
Staudenknöterich verboten. ebenso in Großbritannien.In Deutschland ist der Kauf der Pflanzen
zwar möglich, für die Anpflanzung ist aber eine Sondergenehmigung nach § 41.2
Bundesnaturschutzgesetz nötig.
Wichtig ist dabei, die Pflanzenteile über den Restmüll, nicht aber über die Biotonne zu entsorgen,
um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Ein fingerlanges Pflanzenteil genügt schon, um eine
Kolonisation auszulösen.
Kurzinfo:
1. Bis zu 3m hoch
2. Dichte Bestände des Japan Knöterichs sind sehr geschlossen und lassen das Wachstum
anderer Pflanzen nur sehr begrenzt zu.Durch das zentrifugale Wachstum dringt der Knöterich auch
in intakte bestände anderer Pflanzen ein.
3. Die Veränderung einheimischer Naturpflanzen kann jedoch zum Rückgang darauf
spezialisierter Insekten beitragen.
4. Betreffen direkte Schäden an Gebäude,Gärten ,Uferböschungen,Gleisanlagen,Bauland.Für
die Beseitigung des Knöterichs ist mit ca. 7 Mio. Euro Jährlich und mehr zu rechnen.
5. Massnahmen: Die schwere der von ihnen verursachten Auswirkungen rechtfertigt sowohl
eine strickte Vorbeugung (nicht Kauf)als auch Bekämpfungsmassnahmen.

de_DEDeutsch
en_GBEnglish (UK) de_DEDeutsch